Treiber der Digitalisierung in der Baubranche

Die Digitalisierung wird aus Sicht eines Unternehmers intern wie extern angetrieben. Interne Treiber enstehen innerhalb eines Unternehmens, während externe Treiber ausserhalb auf das Unternehmen einwirken, oft in Form von Anforderungen durch Kunden (wollen z.B. im Tante Emma Landen mit Twint bezahlen).

(Benjamin Dörsam/Silvio Büsser) Veränderungen sind immer das Resultat von sogenannten Treibern. Interne Treiber sind solche, die innerhalb einem Unternehmen stattfinden, zum Beispiel eine neue Unternehmensphilosophie oder Beschlüsse, die umgesetzt werden müssen. Aber nicht nur das. Auch eine Erhöhung der Produktivität oder Kosteneinsparungen und dadurch eine Gewinnsteigerung sind interne Treiber eines Unternehmens.

Auf der anderen Seite gibt es externe Treiber. Das sind Effekte, die von aussen einwirken und ein Unternehmen zwingt sich entsprechend anzupassen. Laut dem Buch Digital Real Estate mit einer Quelle von Deloitte aus 2013 stellen Anforderungen der Kunden zu 56% der Treiber für die Digitalisierung dar. Danach folgt die Veränderung der Marktkonstellation mit 27%, die Verpflichtung durch die Politik (neue Gesetze etc.) mit 20%, die Anforderungen der Lieferanten (effiziente Bestellung, digitaler Datenaustausch) mit 12% und abschließend die Zunahme der Internationalisierungsaktivitäten mit rund 5%.

Externe Treiber – Quelle: Staub,Peter; Stucki, Manuela; Wettstein, Andrea: Digital Real Estate – Bedeutung und Potenziale der Digitalisierung für die Akteure der Immobilienwirtschaft, S. 29ff. Abbildung 9: externe Treiber

Besonders hoch sind also die Anforderungen der Kunden. Die Bauwirtschaft kann sich diesem Umstand nicht entziehen. Kunden möchten Projekte günstiger, schneller, übersichtlicher und in besserer Qualität. Automatisierung durch Digitalisierung bietet hier Lösungen, wie unsere Kommunikationsplattform smino.

Massiv fallende Kosten für Rechenleistung, Speicherplatz und Bandbreiten machen Digitalisierung erst möglich. Digital Real Estate zeigt, dass ein digitaler Speicher pro Gigabyte 1992 noch etwa $559 kostete. 2012 waren es nur noch $0,03 und die Preise fallen weiter. Digitalisierung ist also immer günstiger zu haben, was deren Einsatz im grossen Stil erst möglich macht.

Damit Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben, muss es mit der Entwicklung Schritt halten. Die Digitalisierung bietet nämlich sowohl für Kunden als auch für die Firmen einen großen Mehrwert. Es lassen sich Daten vernetzen, austauschen, nützlich aufbereiten und automatisiert verarbeiten. Ein Unternehmen kann durch die Digitalisierung sowohl Umsatzfaktoren, wie neue Kunden, neue und optimierte Produkte, als auch eine Kostenoptimierung erreichen. Insgesamt also eine Prozesseffizienz und eine effizientere Ressourcennutzung anstossen.

siehe auch: Blog: Bedeutung der Digitalisierung für die Immobilienwirtschaft

Quelle: Staub,Peter; Stucki, Manuela; Wettstein, Andrea: Digital Real Estate – Bedeutung und Potenziale der Digitalisierung für die Akteure der Immobilienwirtschaft, S. 29ff.

http://www.digitalrealestate.ch/

27. November 2017 | Kategorie: Digitalisierung