Die Chancen der Krise nutzen

Eine im Vorfeld unter den Teilnehmenden am Swiss Economic Forum (SEF) 2020 durchgeführte Umfrage zeigt, wie positiver Unternehmergeist der Schweiz durch die aktuelle Krise hilft. Gerade kleine und mittelgrosse Firmen (KMU) nutzen offenbar die Krise, um bereits laufende Anpassungsprozesse und Innovationen zu beschleunigen und somit wettbewerbsfähiger zu werden.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten glaubt, dass sich durch die Corona-Krise Chancen ergeben haben, besonders im Bereich der Digitalisierung, des Einsatzes von kollaborativen Werkzeugen und der Flexibilisierung von Arbeitsprozessen.

Das bionische Unternehmen
In ihrem Beitrag «A Lot Will Change—So Must Leadership» vom 31. Juli 2020, BCG Boston Consulting Group, beschreiben Diana Dosik, Vikram Bhalla, und Allison Bailey, wie Führungskräfte die Kunst des Möglichen überdenken müssen, um das volle Potenzial der Technologie zu nutzen. Im digitalen Zeitalter müssen Unternehmen «bionisch» werden – sie müssen neue Technologien mit menschlichen Fähigkeiten verknüpfen, um Wachstum, Innovation, Effizienz, Belastbarkeit und Marktvorteile zu fördern. Schon vor Ausbruch der Corona-Krise war klar: Um in den 2020er Jahren zu den Gewinnern zu zählen, sind Geschäftsmodelle notwendig, die sich grundlegend von denen der Vergangenheit unterscheiden. Ein bionisches Unternehmen zu werden, welches das volle Potenzial von Menschen und Technologie freisetzt, wurde bereits zu einem Gebot. Die COVID-19-Pandemie scheint die Notwendigkeit dieser Transformation nun beschleunigt zu haben. Um zu überleben, zu gedeihen und erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen, haben Unternehmen nun weniger Zeit, um dorthin zu gelangen, wo sie sich sonst in fünf Jahren erhofft hätten zu sein.

Führen durch Handeln
Die Idee, dass «Führungskräfte führen, Manager überprüfen, Macher tun», gilt in einem bionischen Unternehmen nicht mehr. Führungskräfte müssen in die Teams eingebunden werden, um Visionen und Innovationen voranzutreiben. Das Warten auf die Überprüfung ist insofern problematisch, weil sie rückwärts gerichtet ist. In einem bionischen Unternehmen, in dem die Technologie viele Routineaufgaben erfüllt, sind Kreativität, Zusammenarbeit, ethisches und geschäftliches Urteilsvermögen sowie das Verständnis des Kontextes die wichtigsten menschlichen Beiträge. Führungskräfte eines bionischen Unternehmens müssen unter die Oberfläche von Schlagworten wie «digital» und «Technologie» gelangen, nicht unbedingt als Technologen, sondern als Navigatoren und fortgeschrittene Benutzer. Sie müssen wissen, wie sie mutige Entscheidungen treffen und das Potenzial der Technologie nutzen können, um ihre Führungsmodelle neu zu gestalten. Sie müssen ihre Glaubwürdigkeit durch Handeln aufbauen, was bedeutet, mit modernsten Werkzeugen und Arbeitsweisen zu experimentieren, anstatt sich auf ältere Methoden einzulassen, weil diese «komfortabler» sind. Führungskräfte, die dies tun, werden einen Standard für technische Kompetenz setzen, der dem Unternehmen hilft, junge Talente anzuziehen, hochrangige Experten zu halten und das Unternehmen voranzubringen.

Während der Krise Talente fördern
Im Beitrag vom 5. August 2020 BCG Boston Consulting Group: «CEOs reflektieren Führung in gefährlichen Zeiten» von Peter Tollman, Martin Reeves, Judith Wallenstein, Phillip Cook und Cheryl Berriman, sammelten die Autoren Aussagen von Führungskräften wichtiger Unternehmen. Die Geschichte ist voller Anekdoten von Führungskräften, die sich der Herausforderung einer Krise stellen, und von solchen, die unter ihrem Gewicht zusammenbrechen. Mitarbeitende, die sich in den letzten Monaten durch die Präsentation ihrer Arbeit verdient gemacht haben, bilden eine neue Generation von Führungskräften. Die Anerkennung dieser Talente tief in der Organisation, ist ein Silberstreifen am Horizont der Krise. Ein CEO bemerkte: «Wir haben jetzt eine klare Sicht auf unsere Star-Leader sowie auf diejenigen, die sich der Herausforderung nicht stellen konnten. Es ist eine grossartige Gelegenheit herauszufinden, wer das Geschäft voranbringen kann.»

smino, Kollaboration und Informationsmanagement für Bauprojekte
Die Befragten am Swiss Economic Forum (SEF) 2020 wünschen sich unter anderem kollaborative Softwarelösungen, um Arbeitsschritte effizienter zu gestalten. Gerade in der Bauindustrie arbeiten viele Beteiligte aus unterschiedlichen Disziplinen an einem gemeinsamen Ziel. Der Administrationsaufwand ist enorm, doch trotzdem werden oft veraltete Methoden genutzt, die den heutigen Effizienzansprüchen und dem Kostendruck nicht gerecht werden. smino setzt genau hier an und regelt die Zusammenarbeit, die Kommunikation und den Datenaustausch für alle am Bau Beteiligten. Die innovative Software führt alle Informationen zentral zusammen. Entscheide und E-Mail-Korrespondenz lassen sich über die umfassende Suchfunktion jederzeit nachvollziehen. Mit dem Smartphone oder Tablet kann mit der Mobilen App sogar offline gearbeitet werden. Kunden berichten über massive Zeiteinsparungen, etwa bei der Protokollierung von Sitzungen oder der Bauabnahme (siehe Erfolgsgeschichten).

Text: Werner K. Rüegger

Quellen:
BCG – A lot will change – So must leadership
BCG – CEOs Reflect on Leadership in Perilous Times

2. September 2020 | Kategorie: Allgemein