Der Weg zur digitalen Baustelle

Wie sollen wir mit der digitalen Transformation der Baubranche umgehen? Wir bei smino stehen auch immer wieder vor neuen Herausforderungen und nehmen uns die OKR-Methode zu Definition von Zielen zu Hilfe.

Es vergeht kein Tag, wo in der Baubranche nicht über die Dringlichkeit der Digitalisierung gesprochen wird. Jedem ist klar, wir müssen etwas ändern. Trotzdem tun sich viele schwer damit und vertrauen nur allzu gerne auf Altbewährtes. Doch die Baubranche floriert ungebremst weiter. Heisst das etwa, es gibt doch keinen Grund etwas zu ändern? Geht es der Branche einmal schlechter, überleben die, die sich nicht auf den Erfolgen ausgeruht haben. Um nachhaltig zu bestehen, müssen Firmen einen Mindset schaffen, welches den Willen und Mut zu stetiger Veränderung schafft. Die digitale Transformation der Baubranche hat nicht nur begonnen, sondern wir befinden uns mittendrin. Transformation ist aber nie einfach und ist mit einem Berg an Arbeit und Kosten verbunden. Einfach mal eine papierlose Baustelle zu schaffen ist eben nicht einfach, aber nicht unmöglich. Wir zeigen, wie Sie Ihre Ziele erreichen können und wie wir bei smino mit Herausforderungen umgehen.

Klare Ziele setzen mit der OKR Methode

Sie wissen, wo Sie hinmöchten? Perfekt, aber das alleine reicht noch nicht. Es ist wichtig, eine Vision zu haben. Doch je höher der Berg, desto mehr Zwischenziele sollten gesetzt werden. Beispielsweise möchten Sie komplett BIM ausgelegte Bauprojekte mit vollständig digitalisierter Planung und Dokumentation von Baufortschritten. Dieses Vorhaben erfordert eine enorme Anzahl von Veränderungen in verschieden Bereichen eines Unternehmens. Zum Glück gibt es gute Methoden, die helfen, Ziele zu definieren und diese auch zu erreichen.

Wir bei smino nutzen die Obejctive and Key Results Methode (OKR). Studien zeigen, dass die Chance einer erfolgreichen Veränderung steigt, wenn die Belegschaft in den Veränderungsprozess aktiv eingebunden ist. Genau das ist der grosse Vorteil von der OKR Methode, weil die Vision vom Management auf jede darunterliegende Ebene heruntergebrochen wird. Somit haben alle Abteilungen und Mitarbeitende eigene Ziele, die Sie selbst ausarbeiten. Etwa 60% der OKRs sollten von unten nach oben gebracht werden. Folgendes ist bei der Zielsetzung zu beachten:

  • Die Ziele (O) sind ambitioniert und fühlen sich etwas unbehaglich an. Ein guter Wert ist, wenn 75% erreicht wurde. Falls immer 100% erreicht wird, sind die Ziele zu tief gesetzt.
  • Die Ziele sind sehr genau definiert ohne Spielraum für Interpretation.
  • Die Meilensteine (KR) sind messbar und der Fortschritt kann jederzeit mit einer Prozentzahl angegeben werden.

Wir bei smino setzen uns zwischen zwei bis vier Ziele in den verschiedenen Abteilungen IT, Finanzen, Sales und Marketing in einem Zyklus von drei Monaten. Die Ziele und deren aktuellen Status ist für jeden jederzeit einsehbar. Nach den drei Monaten kommen wir als ganze Firma zusammen und diskutieren, was gut und was nicht so gut lief. Diese Schlussbesprechung nutzen wir auch immer gleich, um den Teamspirit zu stärken und klingen den Tag zusammen mit Speis und Trank aus. Das motiviert auch in den nächsten drei Monaten wieder alles zu geben!

Aufgrund der klaren Festsetzung der Ziele fokussieren sich alle auf das Wesentliche und wissen, was von ihnen erwartet wird. Zudem muss sich auch das Management an die Ziele halten und Ressourcen effektiv einsetzen. Durch die Messbarkeit der Ziele wird auch schnell klar, ob sich ein Vorhaben gelohnt hat oder nicht. Nicht zuletzt wird die Kommunikation zwischen den Teams verbessert.

Mögliche Zielsetzungen

Um auf die Vision von oben zurückzukommen, sich im Thema BIM weiterzuentwickeln und die Projektplanung- und Ausführung effizienter und digitaler zu gestalten, gibt es verschiedene Ansätze. Am besten Sie überlegen, wo der Schuh im Moment am meisten drückt und definieren klare Ziele mit einer festgesetzten Zeitspanne, die nicht länger als drei Monate ist.

  • Für die anstehenden Projekte X und Y wird eine Projektplattform verwendet, die den Austausch von BIM Modellen vollständig auf die Cloud verlagert.
  • In den laufenden Projekten werden keine Protokolle mehr im World geschrieben und per E-Mail verschickt.
  • Das Bautagebuch wird in allen Projekten mobil per App geführt.
11. Dezember 2019 | Kategorie: Allgemein, Digitalisierung